Nach Individualismus wird geschrien und Gleichheit gelebt. Ausgebrochen aus gesellschaftlichen Zwängen wird nicht und trotzdem die Gesellschaft verflucht. Die Welt hat nicht auf uns gewartet und wir begreifen es nicht. Hauptsache das eigene Gärtchen ist grüner als die Anderen. Minderheiten werden unterdrückt weil die Mehrheit zu schwach ist sie zu schützen. Gekämpft wird für die Einhaltung der Nachtlärmregelung, kleine Türme werden verboten und die eigene Kultur sieht man in Gefahr. Früher war alles besser und trotzdem gleich. Wir schleppen uns an Partys. Versuchen einen Weg zu finden den Zwängen zu entkommen und scheitern mit Getöse. In der rechten Hand haben wir einen Pflasterstein und in der linken das iPhone um den Wurf zu filmen. Wir bekämpfen was uns bereits besitzt. Wir wehren uns gegen eine Macht die sich uns nie zeigt. Bewerfen die Sklaven des Systems mit Flaschen und nichts wird sich ändern. Wir sind frustriert suchen nach einem Ausweg und betrinken uns. Betrunken lassen wir uns einfacher steuern und finden es nicht einmal verwerflich. Wir versuchen uns das Denken zu verbieten und im Handeln aufzugehen. Suchen im Dunkeln nach einer Lösung und niemand betätigt für uns den Lichtschalter. Orientierungslos torkeln wir durch den Nebel und folgen den Nebellichtern des Konsums um Ihn an einem klaren Tag zu verteufeln. Ändern möchten wir alles nur nichts aufgeben dafür. Besser sein als andere müssten wir und dabei halten wir dem Druck nicht stand. Das System macht uns kaputt und uns fehlen die Ideen es zu zerstören. Wir sind eine Generation die nie gelernt hat an sich zu arbeiten. Wir haben alles was wir brauchen und das macht uns schwach. Aufgewachsen mit Social Media und Smartphone werden wir von irrelevantem absorbiert. Nur noch schnell einen neuen Status posten, die Welt muss es wissen. Die Medien sind die Diener des Grosskapitals und halten uns dumm. Kriege wüten und uns interessiert das Gewicht der neuen Mutter im Königshaus. Rassismus ist wieder Salonfähig weil das Boot wieder einmal voll sein soll. Solidarität ist ein Schimpfwort weil es kostet und Utopien können wir uns nicht mehr leisten weil es sie alle schon einmal gab. Es fehlt uns an nichts und doch an allem. Grosskonzerne überwachen jeden unserer Schritte und wir lassen es zu. Wir sitzen 24h Stunden vor dem Fernseher wenn Präsidenten ihre Bürger live im TV abknallen lassen. Aber die Grenzen sind geschlossen. Bis hier und nicht weiter. Überall wo man hingeht steht bereits jemand mit einer Kamera in der Hand. Bilder und Filme werden produziert und niemand weiss für wen sie bestimmt sind.

Dabei sein ist alles.