Nach fünf Tagen in Boston schwanke ich zwischen ankommen und mich fehl am Platz fühlen. Es ist eine völlig andere Welt mit völlig anderen Prioritäten. Im Grossen und Ganzen finde ich Boston jedoch super und freue mich auf die nächsten 12 Wochen hier. Mein Flug verlief ohne Probleme trotz kleinen Turbulenzen über dem Atlantik. Das Essen war wie erwartet hässlich, aber immerhin gab es etwas.

Das mich der Jetlag so arg mitnimmt hätte ich nicht gedacht. Ich hatte aber vom Samstag bis Dienstag meine liebe Mühe mit Schlafen, war extrem Müde und kriegte die Kopfschmerzen nicht weg. Sechs Stunden Zeitverschiebung sind doch nicht ganz ohne. Mitlerweile fühle ich mich jedoch frisch wie ein junges Reh. Die Schule ist ok, die Lehrer alle ziemlich durch den Wind aber lustig und die Cambridge Klassen bestehen zu 90% aus Schweizern. Ich hatte ja einige erwartet, aber dass es gerade soviele sein werden habe ich nicht gedacht. Mit etwas gutem Willen und Überwindung kann man jedoch auch unter Schweizern Englisch sprechen.

Die Gastfamilie ist absolut cool, hat mich mit offenen Armen empfangen und gibt sich alle Mühe damit ich mich wohl fühle. Hier spreche ich am Meisten Englisch und glaube viel profitieren zu können. Die ersten Pubs in Boston haben wir auch schon ausprobiert und die Sportbegeisterung ist bereits übergeschwappt. Nächsten Dienstag werden wir uns das Spiel der Boston Bruins gegen die Pittsburgh Penguins im TD Garden Live anschauen. Sonst pendle ich zwischen Revere wo ich wohne und Boston hin und her und probiere all die Eindrücke zu verarbeiten. Viel mehr gibt es noch nicht zu erzählen, sollte mir wieder etwas in den Sinn kommen, werde ich es euch hier posten.